Tiere für Kinder – welches Haustier ab welchem Alter geeignet ist

Kinder lieben Tiere. Und Tiere lehren Kindern Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein. Doch welche Tiere für Kinder geeignet sind, muss vom jeweiligen Alter und Entwicklungsstand abhängig gemacht werden.

Tiere für Kinder unter 6 Jahren

Kleine Kinder gehen noch unbedarft an Tiere heran. Sie können sich noch nicht ohne weiteres in ein anderes Lebewesen einfühlen. Zunächst müssen sie den respektvollen Umgang mit ihnen lernen. Es kann passieren, dass Kinder den Tieren unbewusst Leid zufügen, grob mit ihnen umgehen oder in Situationen geraten, die sie noch gar nicht einschätzen können. Ein Haustier für kleine Kinder ist gleichzeitig ein Tier für die ganze Familie.

Hund

Hunde gehen mit ihrer Familie durch Dick und Dünn. Für viele Menschen gehört zu einer Familie auch der Familienhund. Doch Hunde machen viel Arbeit, sind nur dann das geeignete Tier, wenn alle an einem Strang ziehen. Ein junger Hund ist nur dann passend, wenn die Eltern bereits Hundeerfahrung haben. Für Ersthundehalter empfiehlt sich ein Hund ab 6-7 Jahren, der mit Kindern aufgewachsen und charakterlich gefestigt ist.

Katze

Katzen sind immer da und spenden mit ihrer Anwesenheit Nähe und Geborgenheit. Sie sind vor allem für sensible und schüchterne Kinder geeignet, denn ein zu trubeliges und lautes Zuhause behagt ihnen nicht. Gleichzeitig setzen die meisten von ihnen Grenzen, indem sie bei unsensiblem Verhalten zurückziehen oder sich wehren.

Tiere für ältere Kinder

Ältere Kinder können Situationen schon besser einschätzen und merken, wenn sich ein Tier unwohl fühlt. Auch kleine Aufgaben bei der Versorgung der Tiere können übernommen werden. Viele Kinder zeigen erstes naturwissenschaftliches Interesse. Vor allem Jungs haben oft Freude beim Beobachten von Tieren, sodass nicht nur die Kuscheligen von ihnen als potenzielles Haustier in Frage kommen.

Ratten

Ratten machen recht viel Arbeit. Mit Geduld wird das Kind mit zutraulichen Tieren belohnt, die es auf dem Arm nehmen kann.

Mäuse

Für Farbmäuse gilt etwa das gleiche wie für Ratten. Für sie braucht es etwas mehr Geduld bis sie zahm sind. Dafür sind es sehr flinke und neugierige Tiere, die sich gut beobachten lassen. Wer etwas weniger Arbeit und Mäusegeruch haben möchte, sollte die Wüstenrennmäuse in Erwägung ziehen. Es sind eher Tiere zum Beobachten. Sie bauen unermüdlich unterirdische Gänge in ihrer Einstreu, fressen mit etwas Geduld aus der Hand, sind aber keine Kuscheltiere.

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Kaninchen

Kaninchen sind Tiere für Kinder ab Schulalter. Voraussetzung ist eine artgerechte Haltung, die einen kleinen Käfig mitten im Kinderzimmer von Vornherein ausschließt. Kaninchen sind keine Tiere zum Herumtragen, werden aber sehr zutraulich und lassen sich dann auch gern streicheln. Einzelhaltung, zu wenig Platz und ein falscher Umgang macht sie dagegen aggressiv.

Meerschweinchen

Für Meerschweinchen gilt ähnliches wie für Kaninchen. Sie werden allerdings selten aggressiv, sondern leiden still vor sich hin. Das Highlight der Meerschweinchenhaltung ist das Begrüßungsquietschen, das sie meist eher aus Vorfreude auf das Futter als aus Liebe zum Halter zeigen.

Stabheuschrecken

Viele kennen sie noch aus dem Biologieunterricht. Wenn in einer Schulklasse Tiere gehalten werden, sind es meist Stabheuschrecken. Sie brauchen zwar Pflege, sind aber nicht besonders zeitintensiv. Außer bei der Fütterung bewegen sie sich aber kaum. Für Kinder, die sich ein besonderes Haustier wünschen und Freude bei der Gestaltung des Terrariums haben sowie beim Sammeln des Grünfutters, sind sie die geeignete Alternative für die nicht ganz so einfach zu haltenden Reptilien.

Fazit

Für alle Haustiere gilt, dass die Haltung immer in der Verantwortung der Eltern liegt. Sie führen das Kind heran und können sich dann je nach Entwicklung nach und nach von den einzelnen Aufgaben zurückziehen. Kontrolliert werden muss das Kind dennoch. Dass Kinder irgendwann das Interesse verlieren, ist normal. Vorwürfe bringen hier nichts. Dann liegt es an den Eltern bei der Versorgung der Tiere einzuspringen.

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