Ferkelzittern – Zitterferkel-Schweinekrankheit

„Zitterferkel“ beginnen schon bald nach der Geburt an, stark zu zittern. Die Ursache für das Ferkelzittern ist inzwischen bekannt.

Ferkelzittern

Ferkelzittern – Symptome

Bereits direkt nach der Geburt beginnen die Ferkel an zu zittern, auch dann, wenn Kälte als Ursache ausgeschlossen werden kann. „Zitterferkel“ werden sie deshalb genannt. Aufgrund ihres starkes Zittern sind sie nicht in der Lage, ausreichend Muttermilch zu trinken, weil sie die Zitzen immer wieder verlieren. Sie würden verhungern, wenn der Mensch nicht eingreift. Die betroffenen Ferkel können aber von uns mit der Flasche aufgezogen werden, die Symptome verschwinden nämlich nach nur wenigen Wochen wieder.

Wissenschaftliches zum Ferkelzittern

Jahrelang wurde gerätselt, was die Ursache für das Ferkelzittern sein könnte. Dank Obduktionen war lediglich bekannt, dass die Zitterferkel an neurologischen Schäden litten, die schon im Bauch ihrer Mutter entstanden sein mussten.

Schon länger wurde aber ein Virus vermutet. Um ein Virus zu identifizieren wird auf eine Datenbank mit bereits bekannten Viren zurück gegriffen. Dort fand man keinerlei Ansatzpunkte bis schließlich in den USA das atypische Pestivirus entdeckt wurde. Das brachte Wissenschaftler des Instituts für Virologie er Veterinärmedizinischen Uni in Wien auf die richtige Spur.

Bei geschlechtsreifen Ebern wurde das Virus in Speichel und Sperma nachgewiesen. Deshalb wird vermutet, dass das Virus bei der Paarung übertragen wird. Es wird weiter an diesem Virus geforscht, um eine gute Therapiemöglichkeit bzw. Möglichkeit der Vorbeugung durch Impfung zu finden und dazu unter anderem Speichelproben ausgewertet. Das ist gar nicht so einfach, denn das Pestivirus ist pathologisch schwer nachweisbar und bei Mutterschweinen aus immunologischen Gründen überhaupt nicht. Nur bei Jungschweinen mit zurück liegender Erkrankung ist der Virus noch einige Zeit bestimmbar.

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