Höckerschwan

Der Höckerschwan gehört zu den größten, bei uns heimischen Vögeln und ist dennoch ein guter Flieger.

Hoeckerschwan

Der Höckerschwan ist in Deutschland weit verbreitet und gut von den anderen heimischen Schwänen zu unterscheiden. Über 10 kg wird er schwer, hat einen orangeroten Schnabel mit schwarzem Höcker an der Schnabelwurzel. Dieser Höcker ist bei Männchen größer als bei Weibchen. Beim Fliegen machen sie ein pfeifendes Geräusch. Das ist aber keine verbale Lautäußerung, sondern entsteht durch die Bewegung der Flügel.

Höckerschwäne litten früher stark unter der Jagd, Eierraub und Vertreibung. Sie wurden immer seltener und lebten zurück gezogen in unwegsamen Gebieten. Nachdem man ihre Vorzüge als Parkvögel entdeckte und sie dort gezielt aussetzte, verwilderten sie teilweise und waren schließlich wieder weiter verbreitet.

Heute leben Höckerschwäne überall dort, wo es stehende bis langsam fließende Gewässer mit ausreichend Nahrung gibt. Ihre Nahrung besteht aus Wasserpflanzen, doch sie nutzen es gern aus, wenn sie von Menschen gefüttert werden.

Im Winter ziehen sie in mildere Regionen Europas und kehren im zeitigen Frühjahr zurück. Dort, wo das Wasser eisfrei bleibt und Menschen füttern, wie in vielen Parks, bleiben sie auch ganzjährig.

Schwäne leben in Einehe und bleiben ihren Partnern lebenslang treu. Jedes Jahr wieder nutzen sie ihr altbekanntes Brutgebiet. Das Nest wird vom Weibchen gebaut, das dafür Wasserpflanzen abrupft. Bis zu sieben Eier werden gelegt und von der Schwanenmutter fünf Wochen lang gebrütet. Der Schwanenvater verteidigt in der Zeit das Nest.

Die jungen Schwäne haben ein graues Daunengefieder und werden von beiden Eltern geführt. Auch ihr erstes richtiges Gefieder ist grau, sodass man Jungschwäne gut von Altschwänen unterscheiden kann. Das weiße Gefieder kommt erst mit den folgenden Mausern und zeitgleich auch die Geschlechtsreife.

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