Weißstorch

Leicht zu bestimmen ist der Weißstorch, der in Europa weit verbreitet ist.

Weissstorch

Weißstörche sind mit ihrem weiß-schwarzen Gefieder und dem leuchtend rotem Schnabel gut zu erkennen. Über zwei Meter Spannweiten können ihre Flügel haben. Bei jungen Störchen sind die Schnäbel erst schwarz, werden dann blassrot bis sie schließlich ihre endgültige Farbe bekommen.

In Europa ist dieser Vogel weit verbreitet, bis nach Asien hinein. Doch er leidet an der Zerstörung der Natur und fehlendem Lebensraum. Dazu kommt, dass er früher stark bejagt wurde und in einigen europäischen Ländern noch immer bejagt wird. So kommt es, dass sein Verbreitungsgebiet auf Karten eher fleckig aussieht, weil es ihn nicht flächendeckend gibt.

Der Lebensraum der Weißstörche sind feuchte Wiesen und Gewässer mit wenig Uferbewuchs mit Baumgruppen in der Nähe. Dort sieht man ihn schon von Weitem über Wiesen schreiten. Sein elegant-erhabener Gang ist gut von dem der Reiher und Trappen zu unterscheiden.

Störche ernähren sich von Insekten, Amphibien, Reptilien und Mäusen. Auch Fische und Jungvögel werden gelegentlich, wenn auch eher zufällig zu seiner Nahrung. Störche rennen auch kurze Strecken hinter ihrer Beute hinterher.

Störche bleiben ihrem Horst treu und kehren jedes Jahr wieder zu ihm zurück. Ihrem Partner bleiben sie dagegen nicht immer treu, was zu blutigen Dramen führen kann. Die Vögel beginnen oft erst mit vier Jahren an zu brüten, tun dies aber bis ins hohe Alter hinein.

Die Nester werden auf Türmen, Wagenrädern, Dächern und gelegentlich auf Bäumen gebaut und jedes Jahr weiter aufgestockt. Gebrütet wird einzeln oder in kleinen Kolonien.

Ende April beginnt die Brutzeit. Meist sind es bis zu vier Eier, die vier bis fünf Wochen gebrütet werden. Beide Elternteile teilen sich die Arbeit der Jungenaufzucht. Nach etwa zwei Monaten verlassen die jungen Störche das Nest.

Nachdem die jungen Störche flügge sind, beginnt schon die Aufbruchstimmung in der Storchenwelt. Die Störche sammeln sich auf Wiesen, fliegen zu mehreren durch die Lüfte, ziehen sich abends aber erst noch zurück zu ihren Schlafplätzen.

Ende August geht es auf die große Reise Richtung Süden, bis ganz nach Afrika. Störche fliegen dabei sehr hoch, aber nicht in Formationen, sondern ganz ohne Ordnung. Im März kehren die Weißstörche wieder zu ihrem Nest zurück. Die jungen Störche bleiben aber oft im Winterquartier und kehren erst im Folgejahr zurück.

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