Sterntaucher

Kaum größer als eine Ente ist der Sterntaucher. Er lebt verborgen und verbringt viel Zeit auf dem offenen Wasser.

Sterntaucher

Der Sterntaucher ist der kleinste Vertreter aus der Familie der Seetaucher, zu der unter anderem auch der Pracht- sowie der Eistaucher gehören.

Sterntaucher verbringen einen Großteil ihres Lebens auf dem Wasser. Nur zum Brüten gehen sie an Land. Sie sind geschickte Schwimmer und Taucher, können ohne Anlauf in die Luft starten, sind aber sehr ungeschickte Läufer auf dem Land.

Auffällig ist ihr langer, spitzer Schnabel. Er ist leicht nach oben gerichtet und sehr kräftig. Sterntaucher jagen ihre Beute unter Wasser. Dazu gehören Fische und andere Wassertiere. Kleine Insekten werden noch unter Wasser zerquetscht und geschluckt. Mit größeren Beutetiere tauchen die Sterntaucher empor zur Wasseroberfläche.

Zur Brutzeit ziehen sich die Paare ab Mai an kleine, ruhige Seen oder auch Moorgebiete in Küstennähe zurück. Ihren Brutgewässern bleiben die Sterntaucher lebenslang treu, genauso wie ihrem Brutpartner.

Während der Paarungszeit machen die Sterntaucher ordentlich Lärm und vollführen regelrecht Kunststücke auf dem Wasser, um Weibchen zu beeindrucken und Kontrahenten zu vertreiben. Während dieser Zeit tragen die Vögel ihr prachtvolles Brutkleid mit dem auffälligen, rostroten Kehlfleck. Im restlichen Jahr tragen sie ein unauffälliges, grau-braunes Ruhekleid, bei dem der Rücken aussieht als wäre er mit kleinen Sternen übersät.

Die Paare suchen sich bevorzugt Nistplätze an Ufern mit hohem Graswuchs oder auf winzigen Inseln. Das Neste ist eine Mulde in einem zusammen gesammelten Haufen von Nistmaterial und wird gerne mehrere Jahre hintereinander genutzt.

Die gelegten Eier werden 25 Tage lang gebrütet. Dabei wechseln sich Männchen und Weibchen ab. Die Eier sind recht groß, etwas größer als normale Hühnereier. Wird das Nest ausgeräubert, gibt es oft noch den Versuch einer zweiten Brut. Die Küken, die schließlich schlüpfen, sind gut getarnt. Ihr Daunenkleid ist einfarbig schwarz-braun.

Je nach Lebensraum ziehen die Sterntaucher zwischen Spätsommer und Spätherbst allein oder in kleinen Gruppen Richtung Süden. Sie fliegen nachts und rasten tagsüber an oder auf ruhigen Gewässern. Im Frühjahr kehren sie in ihre Brutgebiete zurück.

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