Vogelfutter selber machen – Rezepte für Wildvogelfutter

Immer schwerer wird es für Wildvögel in der Natur zu überleben. Aus diesem Grund ist die Ganzjahresfütterung zu empfehlen. Hier zeige ich euch einfache Vogelfutter-Rezepte.

Vogelfutter Rezepte

Fettfutter selber machen

Fettfutter liefert lebenswichtige Energie und zugleich ist dieses das einfachste unter den Vogelfutter-Rezepten. Die Zubereitung geht ganz schnell.

Ihr benötigt für dieses Vogelfutter-Rezept nur Haferflocken und Öl. Am besten nehmt ihr Rapsöl, denn das ist hochwertig, verdirbt nicht so schnell und noch dazu preisgünstig. Haferflocken gibt es in fein und grob. Ihr könnt beides nehmen oder auch mischen. Das Verhältnis ist etwa 3 kg Haferflocken zu 1 Liter Öl.

Zunächst gebt ihr das Öl in einen Topf und erwärmt es. Es soll nicht kochen, aber dennoch richtig warm sein, denn dann verbinden sich Öl und Haferflocken später am besten. In das warme Öl rührt ihr nun die Haferflocken ein. Im Zweifel nehmt etwas mehr Haferflocken, damit das Öl gut aufgesaugt wird und später nicht das Gefieder der Vögel verklebt.

Nach dem Abkühlen könnt ihr es direkt ins Futterhäuschen geben. Ich benutze auch gerne Blumenuntersetzer aus Ton. Diese stelle ich so in meine Häuschen oder auch so an einen geschützten Platz, wo der Regen nicht so hinkommt.

Fettfutter ist bei Vögeln sehr beliebt. Es dauert aber auch hier oft ein paar Tage bis sich die Vögel daran gewöhnt haben. Haben sie aber dieses Futterangebot erst für sich entdeckt, ist der Verbrauch recht hoch und man kann immer für Nachschub sorgen.

Meisenknödel selber machen

Meisenknödel – gekauft oder selbstgemacht – bestehen aus Fett und Sämereien.

Ihr benötigt Schmalz, Kokosfett oder Pflanzenfett (aus nachhaltigen Gründen ohne Palm). Dazu Sämereien, gehackte Nüsse, getrocknete Insekten und getrocknete Beeren. Sämereien, Nüsse und Insekten sind besonders beliebt.

Für 400 bis 500 g Sämereien braucht ihr etwas 250 g Fett. Das Fett erhitzt ihr zunächst bis es flüssig ist. Danach rührt ihr Samen, Nüsse und Insekten hinein. Wenn die Masse abkühlt und wieder fest wird, formt ihr sie in beliebige Formen. Das können die bekannten Knödel sein. Ihr könnt aber auch Schalen, Kokosnussschalen und Blumentöpfe füllen, einen Ast oder Stamm damit bestreichen, Tannenzapfen hineintauchen oder mit Hilfe von Ausstechförmchen hübsche Anhänger basteln.

Gelatineblöcke

Auch mit Gelatine lässt sich Vogelfutter selber machen. Es besteht aus Eiweiß und Kollagen und ersetzt das Fett. Gelatine wird überwiegend aus Schweineschwarten, in geringerer Menge auch aus Haut und Knochen gewonnen. Es handelt sich um ein Schlachtnebenprodukt und ist nicht der Grund, weshalb Tiere geschlachtet werden. Ob ihr es verwenden möchtet, liegt ganz bei euch.

In 100g Gelatine rührt ihr 200 bis 250 ml Wasser hinein. Diese Mischung lasst ihr etwas quellen und erwärmt sie anschließend leicht. Dann rührt ihr getrocknete Insekten, Sämereien, gehackte Nüsse oder Ähnliches hinein. Anschließend füllt ihr es sofort in vorbereitete Formen, denn Gelatine wird beim Erkalten schnell wieder fest.

Die Gelatineblöcke brauchen einen geschützten Platz, denn Regen und direkte Sonne vertragen sie nicht.

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