Strumpfbandnatter

Über 20 nordamerikanische Schlangenarten gehören zu den Strumpfbandnattern. Sie sind recht beliebt unter den Terrarianern, gelten sie doch als friedliche Schlangen.

Strumpfbandnatter

Strumpfbandnatter – Wissenswertes

Bis zu 180 cm lang können Strumpfbandnattern werden. Eine solche Länge von knapp 2 m erreichen aber nur die Riesen-Strumpfbandnattern. Die meisten Arten sind mit einer Länge bis zu 100 – 110 cm eher kleinbleibend.

Strumpfbandnattern sind ungiftig. Es gibt sie je nach Art in sehr unterschiedlicher Färbung. Ihre Statur ähnelt der Ringelnatter, die bei uns heimisch ist. Genauso wie diese Wildschlange können auch Strumpfbandnattern bei Gefahr ein übel riechendes Sekret absondern.

Strumpfbandnattern sind tagativ und lassen sich deshalb in der Haltung gut beobachten. Damit ist diese Schlangengattung etwas Besonderes, denn die meisten Nattern sind dämmerungs- oder nachtaktiv. Bis zu 12 Jahre werden sie alt.

Die aus Nordamerika stammenden Schlangen fühlen sich in Gewässernähe am wohlsten. Dort ernähren sie sich von kleinen Säugetieren, Amphibien, Reptilien, Fischen und gelegentlich auch von Schnecken und Würmern.

Die Nachzucht von Strumpfbandnattern ist recht unkompliziert. Trotzdem sollen nach wie vor Wildfänge angeboten werden. Da diese aber oft scheu und aggressiv sind sowie an Parasiten leiden, ist es wichtig, bei der Anschaffung auf die Herkunft der Schlange zu achten und sich in jedem Fall für eine Nachzucht zu entscheiden. Nachzucht bedeutet, dass die Schlangen von Elterntieren abstammen, die bereits in Menschenhand leben.

Die Strumpfbandnattern gelten als friedliche Schlangen und werden deshalb gern für Anfänger empfohlen. Charakterlich gibt es aber durchaus Unterschiede zwischen den Arten. Beispielsweise sind die Östlichen und Westlichen Bändernattern schneller und hektischer als die meisten anderen Arten dieser Gattung.

Strumpfbandnatter – Haltung

Unterbringung der Strumpfbandnattern

Für die kleineren Strumpfbandnattern werden Terrarienmaße von 100 x 50 x 50 cm empfohlen. Es stellt immer nur ein Mindestmaß dar, das möglichst deutlich überschritten werden sollte.

Die wasserliebenden Strumpfbandnattern benötigen in ihrem Terrarium ein großes Wasserbecken. Deshalb spricht man bei Becken für die Strumpfbandnattern schon von Aquaterrarien. Das Klima im Terrarium sollte etwas feuchter sein als beispielsweise Kornnattern, aber keinesfalls nass. Bei sehr jungen Tieren ist besonders auf die Feuchtigkeit zu achten, denn sie dehydrieren schnell.

Die Grundtemperatur im Terrarium der Strumpfbandnatter sollte bei 24-28°C liegen. Dabei erwärmt ein Spotstrahler einen Sonnenplatz auf etwa 30°C. Das ist wichtig, weil sich die tagaktiven Schlangen zum Wärmen unter diesen Sonnenplatz legen. Nachts kann die Temperatur auf 18-20°C abfallen, was der Zimmertemperatur der meisten Menschen entspricht.

Der Bodengrund muss weich sein, damit sich die Strumpfbandnattern leicht darin eingraben können. Außerdem sollte er gut Feuchtigkeit aufnehmen. Ein Gemisch aus Waldboden und Sand ist gut geeignet, genauso wie feines Terrariensubstrat für feuchte Terrarien. Es enthält keine groben Stücke, die versehentlich verschluckt werden können. Zusätzliches Moos in einem Teil des Terrariums speichert zusätzlich Feuchtigkeit.

Zwar benötigen diese Schlangen bei einer abwechslungsreichen Ernährung kein zusätzliches UV-Licht. Dennoch profitieren sie genauso wie die meisten anderen Schlangenarten von zusätzlichem UV.

Fütterung von Strumpfbandnattern

Aufgrund der sehr abwechslungsreichen Ernährung in ihrer ursprünglichen Heimat sollten Strumpfbandnattern auch als Haustier nicht immer das gleiche Futter angeboten werden. Ihre Hauptnahrung vieler Arten kann aus Babymäusen (Frostfutter) bestehen, ergänzt mit Fisch, Würmern und Ähnlichem. Es gibt aber Arten deren Hauptnahrung Fisch und und welche, die Babymäuse gänzlich verweigern. Für junge Schlangen muss das Futter noch klein geschnitten werden.

Die aktiven Strumpfbandnattern haben im Vergleich zu vielen anderen Schlangenarten einen erhöhten Stoffwechsel. Der Zeitraum zwischen den einzelnen Fütterungen sollte deshalb weniger lang sein. Babyschlangen werden zunächst täglich, als Jungtiere (bis zu einem Jahr) etwa alle 2-3 Tage und erwachsene Tiere etwa einmal wöchentlich gefüttert.

Ein Überfressen muss aber vermieden werden. Die deutliche Wölbung des vollen Magens ist bei den Schlangen gut zu erkennen.

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