Hamsterrassen

Es gibt verschiedene Hamsterrassen, die als Haustiere geeignet sind. Die bekannteste Rasse ist wohl der Goldhamster, aber auch der Teddyhamster hat mittlerweile eine große Verbreitung erlangt. Man kann bei Hamsterrassen grob unter zwei Kategorien unterscheiden, dem Goldhamster und dem Zwerghamster. Goldhamster sind verbreiteter als Zwerghamster, sie sind sehr unkompliziert zu pflegen. Es gibt außerdem verschiedene Unterrassen beim Goldhamster.

Zwerghamster sind in Deutschland noch nicht so verbreitet wie Goldhamster, und nicht jede Zoofachhandlung bietet sie an. Die drei bekanntesten Unterrassen sind der Dsungarische Zwerghamster, der Chinesische Streifenhamster und der Roborowski Zwerghamster. Anfängern ist zu raten, einen wildfarbenen Goldhamster zu wählen, denn der steht der Urform des Hamsters am nächsten und ist am wenigsten „verzüchtet“, so dass er am widerstandsfähigsten und am robustesten ist. Zwerghamster sind außerdem so klein, dass Kinder oft nicht so gut mit ihnen zurechtkommen, da sie ihnen hinunterfallen. Außerdem verstecken sich Zwerghamster gerne und oft, das kann zu langen Suchen führen.

Goldhamster

Wildfarbene Goldhamster (Mesocricetus auratus) sind der natürlichen Wildform des Hamsters am nächsten. Das bedeutet, dass sie robuster und widerstandsfähiger als gezüchtete Rassen wie der Teddyhamster sind. Besonders die Männchen unter ihnen sind relativ aggressiv gegenüber Artgenossen, deswegen sollten sie nur alleine gehalten werden. Sie sind etwa 15,5 cm groß, das Fell ist hellbraun mit einem Gelbstich und ihr Bauch ist weiß.

Es gibt noch verschiedene weitere Unterarten des Goldhamsters, von denen wir Ihnen die wichtigsten hier kurz vorstellen möchten:

Der Schecken Goldhamster

Schecken Goldhamster haben ein geflecktes Fell, das es in verschiedenen Farben gibt. Von Wildfarben, über Schwarz, Grau, Weiß, Beige und Braun sind alle Farben erhältlich. Diese starke Züchtungsform geht auf Kosten ihrer Robustheit. Sie werden schneller krank und sind auch vom Verhalten her komplizierter als normale wildfarbene Goldhamster. Sie sind schreckhaft, werden schnell nervös und sind schwerer zu zähmen. Deshalb ist auch absolut von paarweiser Haltung abzuraten. Laien sind mit einem wildfarbenen Goldhamster besser beraten als mit einem Schecken. Für erfahrene Tierhalter stellt die Haltung aber keinerlei Probleme dar und ist ohne große Probleme möglich. Man muss nur aufpassen, dass er sich nirgends ansteckt, da er anfälliger gegen Infektionen ist als die Wildform.

Der Russenhamster / Albino

Russenhamster oder Albinos sind weiße Hamster. Dabei ist zu beachten, dass Albinos vollkommen weiß sind, Russenhamster haben jedoch einige dunklere Färbungen, zum Beispiel an den Ohren oder am Schwanz. Ihre Haltung ist sehr leicht und sie werden schnell zahm und gelten als ziemlich friedfertig. Auch gegenüber Artgenossen sind sie nicht aggressiv, eine Paarhaltung ist möglich. Die Augen dieser Hamster sind rot gefärbt und sie sehen damit nicht ganz so gut wie andere Hamster.

Teddyhamster

Teddyhamster gibt es sowohl mit langem als auch mit kurzem Fell. Die langfelligen sind aufwändiger in der Pflege, das sollte bei einem Kauf bedacht werden.

Angora Hamster

Angora Hamster werden oft mit langhaarigen Teddyhamstern verwechselt. Oft sind sie auch in Zoohandlungen fälschlicherweise als solche ausgeschildert. Sie haben ein langes seidiges Fell, das man mit einem Kamm pflegen muss. Es gibt sie sowohl als beigefarbene, graue, wildfarbene als auch gescheckte Hamster. Sie gelten als ausgesprochen gutmütig, eine paarweise Haltung ist problemlos möglich.

Beigefarbener Goldhamster

Beigefarbene Goldhamster sind am ganzen Körper cremig braun gefärbt, sogar am Bauch, dort aber ein klein wenig heller. Sie sind sehr lebhaft und robust und sind unanfällig gegenüber Krankheiten. Sie werden schnell zutraulich und sind sehr entspannt und ausgeruht. Auch bei ihnen ist eine paarweise Haltung ohne Probleme möglich.

Dsungarischer Zwerghamster

Der Dsungarische Zwerghamster (auch Dshungarisch genannt) ist die am meisten verbreitete Zwerghamsterrasse. Ihr Fell wird im Winter schneeweiß, deswegen haben sie auch den Namen „Winter White“. Sie sind nicht ganz so tollpatschig wie etwa Roborowski Zwerghamster oder Chinesische Zwerghamster, sondern wirken besonnener. Dennoch sind sie genauso flink wie diese Rassen.

Sie sind gesellige Tiere, die am besten in einer Gruppe gehalten werden sollten, denn in freier Wildbahn tun sie dies auch. Sie lassen sich leicht zähmen, dazu bietet man ihnen am besten eine Hand mit Futter an und wiederholt das regelmäßig und geduldig. Eventuell beißen sie am Anfang manchmal zu, doch davon sollte man sich nicht abbringen lassen, sie wissen einfach noch nicht, dass sie keine Gefahr für sie darstellen.

Bei Dsungarischen Zwerghamstern muss man aufpassen, dass sie nicht von der Hand hüpfen und weglaufen. Das ist besonders gefährlich, da sie manchmal aus der Hand schlüpfen während man sie gerade trägt. Dann fallen sie aus großer Höhe auf den harten Boden und können sich verletzen. Deshalb sollte man immer die zweite Hand schützend über sie halten, wenn man sie hochhebt.

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Sie klettern nicht gerne und können auch nicht hoch springen, deswegen kann man sie in einen oben geöffneten Glaskasten halten, der dann immer gut durchlüftet ist und außerdem eine hohe Hygiene bietet. Ein weiterer Vorteil von Glaskäfigen ist, dass aus ihnen kein Streu zwischen den Stäben herausfallen kann. Der Käfig muss nicht allzu groß sein, da sie nicht so aktiv sind wie andere Hamsterrassen. Ein Laufrad ist aber zu empfehlen, damit sie etwas Auslauf bekommen.

Ihr Fell ist kurz und dicht, die Lebenserwartung beträgt etwa 2 – 3 Jahre. Sie halten nie Winterschlaf. Damit sie dann auch im Winter gut getarnt sind, färbt sich ihr Fell in freier Wildbahn dann weiß, in Gefangenschaft passiert das aber nicht. Dsungarische Zwerghamster sind relativ leicht zu halten und zu zähmen und aufgrund ihrer Friedfertigkeit auch für Anfänger und Kinder geeignet.

Roborowski Zwerghamster

Der Roborowski Zwerghamster ist die kleinste bekannte Zwerghamsterart, sie werden nur 7 – 9 cm groß. In Deutschland sind sie als Haustier noch nicht so stark verbreitet wie Goldhamster, sie werden erst seit den 70er Jahren als Heimtiere gehalten. Sie stammen aus der Mongolei, wo es nur wenig Futter gibt, deswegen sind sie äußerst anspruchslos.

Roborowski Zwerghamster leben in der freien Wildbahn in kleinen Gruppen zusammen, deswegen sollte man sie auch daheim im Stall paarweise halten, im Gegensatz zu Goldhamstern. Sie sind äußerst flink und bewegungsfreudig, deswegen muss man ständig aufpassen, dass sie nicht davonlaufen. Besonders wegen ihrer geringen Größe sind sie dann sehr schwer wieder zu finden und zu fangen. Außerdem benötigen sie einen größeren Käfig als andere Hamsterrassen, da sie etwas mehr Auslauf benötigen, auch ein Hamsterrad ist eine deshalb eine sinnvolle Anschaffung. Sie klettern nicht sehr viel, sondern halten sich meist am Boden auf. Dennoch ist es sinnvoll ihnen kleine Klettermöglichkeiten zu geben, damit sie Abwechslung haben.

Ihr Fell ist etwas länger als das von anderen Zwerghamstern, außerdem steht es leicht vom Körper ab, das verleiht ihnen einen knuddeligen Eindruck. Doch dieser Eindruck trügt, denn sie werden nicht so zahm wie etwa Goldhamster, schmusen kann man mit ihnen nicht richtig, da sie sich nicht gerne hochnehmen lassen. Dafür sind sie aber äußerst spannend zu beobachten, besonders da sie in Gruppen zusammen gehalten werden können und sollen.

Der Käfig sollte enge Gitterstäbe haben, denn sonst können sie hindurch schlüpfen. Ein Glaskasten eignet sich ebenfalls, da sie nicht hoch springen können, kommen sie aus einem solchen auch nicht raus wenn kein Deckel aufliegt. So haben sie ein gut durchlüftetes, hygienisches Heim wo sie sich rundum wohlfühlen.

Roborowski Hamster sind für Laien weniger geeignet, da sie komplizierter zu halten sind als etwa Goldhamster. Ihre Lebenserwartung beträgt etwa 1,5 – 2 Jahre.

Foto: ©OleksandrZastrozhnov/ stock adobe

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