Der Riesenschnauzer im Rasseportrait

Der Riesenschnauzer ist ein ganz besonderer Hund und hat eine ganz besondere Geschichte, und der widmen wir uns heute.
Der Riesenschnauzer ist ein treuer Begleiter. Foto: olga.pulchina via Twenty20

Letztens haben wir von berufungtier ja bereits bei unserem Portrait über den Deutschen Pinscher erwähnt, dass es sich beim Schnauzer eigentlich um eine Variante davon handelt. Der Riesenschnauzer hat eine ganz besondere Geschichte, und der widmen wir uns heute.

Im Jahr 1870 gab es in München einen Schnauzer, der größer war als jeder zuvor bekannte seiner Rasse. Er erreichte eine beeindruckende Widerristhöhe, die bis heute als Durchschnitt für die Riesenschnauzer gilt – zwischen 60 bis 70 cm. Bis dahin galten beim Schnauzer aber 55 bis 58 cm als üblich.

Da sie, entsprechend der Persönlichkeit eines Pinschers, sehr loyale und intelligente Hunde sind, wurden die Riesen schnell recht populär. Man setzte sie als Begleiter von Bierwägen ein, wodurch sich schnell auch der Name als Bierschnauzer im Volksmund etablierte. Im Jahr 1900 gab es dann erstmals die offizielle Präsentation der neuen Rasse. Anerkannt wurde der Standard dann über ein Jahrzehnt später, im Jahr 1912.

Noch heute werden Riesenschnauzer oft eingesetzt

Wegen seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten sind Riesenschnauzer noch heute gefragte Schutz- und Polizeihunde. Privatpersonen finden zudem viele Riesenschnauzerzüchter, die sich dieser Rasse widmen. Als bekannt gilt zum Beispiel die Züchtung Riesenschnauzer Pfeffer/Salz vom Luther See.

Riesenschnauzer sind sehr schnell, gleichzeitig aber äußerst ruhig und wachsam. Gerade deshalb eignen sie sich auch so gut als Beschützer von Haus, Hof und Familie. Aggressives Verhalten wird nur dann gezeigt, wenn es absolut notwendig erscheint. Trotz allem schadet es aber nicht, wenn man mit einem Riesenschnauzer die Hundeschule besucht.

Wesen und Haltung vom Riesenschnauzer

Der Riesenschnauzer besitzt ein besonderes Talent darin, sich selbst korrekt einzuschätzen. Er weiß am besten darüber Bescheid, wozu er imstande ist und wie er seine Fähigkeiten am besten einsetzen kann, um sein Rudel zu verteidigen.

Er ist ein äußerst loyaler Hund, der sich seiner Familie nicht aufdrängen wird, selbst wenn er das am liebsten tun würde. Leider sorgt das auch dafür, dass er recht eifersüchtig sein kann. Er schätzt es nicht, wenn sich jemand zwischen ihn und seine Menschen zu drängen versucht. Neue Familienmitglieder und Freunde müssen ihm daher mit viel Sensibilität vorgestellt werden. Es schadet nicht, wenn sich der neue Bekannte ausgiebig mit ihm beschäftigt! So gewinnt man das Herz eines Riesenschnauzers.

Es liegt natürlich auf der Hand, dass der Riesenschnauzer aufgrund seiner Körpergröße viel Bewegung braucht. Ein Leben innerhalb der Stadt, vor allem in der Wohnung, fordert den regelmäßigen Gang in einen Park, wo er nach Möglichkeit frei laufen sollte. Noch besser wäre es natürlich, wenn er einen Garten als sein Territorium beanspruchen kann.

Der Körper des Riesenschnauzers

Generell sieht diese Rasse einfach aus wie ein großes Exemplar des allgemeinbekannten Schnauzers. Wie erwähnt liegt seine Widerristhöhe zwischen 60 und 70 cm, sein Idealgewicht liegt bei 35 kg. Züchter beschreiben seine Statur in erster Linie als quadratisch. Ein leicht abgewinkeltes Hinterteil sowie ein aufgezogener Bauch sorgen dafür, dass er einen stolzen Gang treten kann, obwohl sein Körper so robust wirkt.

Seinen Namen hat er, wie auch sein kleinerer Verwandter, durch den mächtigen Schnurrbart. Über seinen Augen hängen zudem dichte Brauen, die meist eine beachtliche Länge erreichen.

Außerdem typisch für diese Rasse ist die keilförmige Schnauze, auf der ein schwarzer Nasenspiegel sitzt. Hinzu kommen dunkle und ovale Augen, die eher seitlich am Kopf liegen. Seine Ohren sind dreieckig und spitz, das Fell meist drahtig, aber trotz alledem recht straff.

Riesenschnauzer richtig pflegen

Der clevere und verspielte Zeitgenosse muss gut beschäftigt sein, ansonsten wird er allerlei unliebsame Eigenschaften entwickeln, die seinem Menschen im wahrsten Sinne des Wortes die Nerven rauben können.

Es gilt eine unübliche Faustregel im Umgang mit ihm. Je schneller man mit ihm unterwegs ist, desto besser ist es auch. Natürlich spielt auch die Länge des gemeinsamen Ausflugs nach draußen eine Rolle, nicht nur die Intensität. Am besten eignen sich daher verschiedene Sportarten. Den Riesenschnauzer kann man prima zum Joggen mitnehmen, aber auch zum Radfahren oder Reiten. Da er sich auch gern geistig betätigt, lohnt es sich, die unterschiedlichsten Intelligenzspiele mit ihm auszuprobieren.

Neben der geistigen Pflege und körperlichen Auslastung muss natürlich auch das Fell entsprechend gepflegt werden. Zwei- bis viermal im Jahr, je nach Wuchsgeschwindigkeit, sollte das Fell getrimmt werden. Gebürstet muss es für gewöhnlich nicht werden. Allerdings kann es vorkommen, dass der buschige Bart hin und wieder gekämmt werden muss.

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Mit welchen Gesundheitsproblemen ist zu rechnen?

Riesenschnauzer sind im Grunde anfällig für dieselben Probleme, mit denen alle anderen großen Hunderassen zu kämpfen haben. Knieerkrankungen, Gelenkprobleme und allem voran die Hüftgelenksdysplasie zählen zu den häufigsten seiner Einschränkungen.

Die Vorbeugung dagegen beginnt hier schon im Welpenalter. Seine Gelenke sollten nicht durch Treppensteigen oder unnötiges Springen belastet werden. Wer dem Hund die Möglichkeit geben möchte, sich auf dem Sofa auszubreiten, sollte auch eine Rampe für ein leichteres Beklettern bereitstellen. Wird Hundesport betrieben, lohnt sich ein kurzes Gespräch mit dem Tierarzt, um genau zu wissen, worauf dabei unbedingt Rücksicht zu nehmen ist.

Foto: olga.pulchina via Twenty20

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