Katze stubenrein bekommen

Manche lernen es von klein an von ihrer Mama, für andere brauchen Herrchen oder Frauchen viel Geduld und Konsequenz: Geht es darum, ein Kätzchen stubenrein zu bekommen, gibt es keine allgemeingültige Regel, aber erprobte Tipps, die Mensch und Tier helfen. Auch, wenn eine erwachsene Katze plötzlich das Katzenklo ignoriert, sind Katzenhalter oft überfordert und ratlos. Nachfolgend haben wir Infos und Tipps zusammengestellt, wie man eine Katze stubenrein bekommen kann.

Die richtige Katzentoilette

Wie eine Katzentoilette richtig benutzt wird, das macht im Idealfall die Katzenmutter vor. Die Kleinen schauen sich allgemein ihr Verhalten von Mama ab. Aber nicht jede Katzenmama ist gleich konsequent: Während die eine ihre Jungen mit Strenge erzieht, lässt die andere viel durchgehen. Dann ist ist der Mensch gefragt. Ein passendes Katzenklo gehört zur Grundausstattung für den vierbeinigen Mitbewohner. Es ist wichtig, dass die Katzentoilette groß genug ist. Junge Katzen benötigen ebenso wie Rassen, die auch im Erwachsenenalter relativ klein sind, einen flachen Rand, sodass sie die Toilette leicht erreichen können. Handelsübliche Katzentoiletten sind meist aus einem Material, das leicht gereinigt werden kann. Spezielle Klos mit Klappe oder Deckel oder automatische Katzenklos können praktisch sein, werden aber nicht von jedem Stubentiger akzeptiert.

Wo sollte eine Katzentoilette aufgestellt werden?

Die Idee, das Katzenklo im Badezimmer aufzustellen, ist zwar nachvollziehbar, aber nicht unbedingt optimal. Eine Katzentoilette muss zu jeder Zeit zugänglich sein, sollte also einen Platz in einem Raum bekommen, dessen Türe immer offensteht. Katzen möchten Ihr Geschäft an einem stillen Ort verrichten, deshalb ist es empfehlenswert, das Kiste dort aufzustellen, wo sie nicht gestört werden. Das kann zum Beispiel unter einer Treppe sein, in einem Abstellraum, der jederzeit durch eine Katzenklappe erreichbar ist, oder in einem wenig genutzten Flur.

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Wie viele Katzentoiletten brauche ich?

Für ein oder zwei Freigänger genügt ein Katzenklo im Haus. In der freien Natur gibt es genügend Alternativen. In einer mehrstöckigen Wohnung oder in einem Haus sollte in jeder Etage ein Katzenkistchen aufgestellt werden, sowieso, wenn mehrere Katzen das Zuhause mit Frauchen oder Herrchen teilen.

Das richtige Katzenstreu

Für „Katzenanfänger“ ist es nicht einfach, das richtige Katzenstreu zu finden, die Auswahl ist doch recht gross. Für Kitten wird anderes Katzenstreu empfohlen als für ausgewachsene Tiere. Katzenkinder dürfen kein klumpendes Katzenstreu bekommen. Sie könnten dies Klumpen nämlich verschlucken. Vor allem dann, wenn die Kleinen unbeaufsichtigt aufs Katzenklo gehen, muss unbedingt nicht klumpendes Katzenstreu verwendet werden. Naturton, Pflanzenfasern oder Silikat sind beliebte  Materialien.

Für Tiere in jedem Alter raten wir von starken Duftstoffen im Katzenstreu ab. Hersteller dieser Produkte gehen davon aus, dass Katzen den Geruch nicht mögen und ihn mit ihren Ausscheidungen überdecken wollen. Auch wenn die Idee gut zum Lernen ist, so wird teilweise mit den Düften doch übertrieben. Andere Kriterien sind allerdings noch wichtiger: Man sollte unbedingt auf Katzenstreu verzichten, welches sehr stäubt. Staub kann das Tier krank machen. Da Katzen gerne nach Benutzung des Katzenklos scharren, würden sie zu viel Staub einatmen, was den kleinen Lungen verständlicherweise  nicht guttut.

Ein Tipp: Die Katzentoilette darf nicht aus Sparsamkeitsgründen zu wenig gefüllt werden. Allgemein gilt, dass die Katzenstreu mindestens 10 Zentimeter hoch eingefüllt werden sollte, sodass sich am Boden kein Urin stauen kann.

Wie bekomme ich meine Katze stubenrein?

Es liegt im Interesse von Mensch und Tier, dass die Nutzung der Katzentoilette klappt und sicher erlernt wird. Fassen wir also nochmal die bereits genannten Punkte kurz zusammen:

  • Die Katzentoilette sollte groß genug sein.
  • Eine Katze benutzt das Klo gerne ungestört, weshalb der Stellplatz entsprechend ausgewählt werden muss.
  • Auf jeder Etage sollte ein Katzenklo vorhanden sein, wer ein kleines „Rudel“ hält, sollte mehrere platzieren.
  • Hochwertiges, sicheres Katzenstreu bietet Vorteile für den Stubentiger, wie auch für Herrchen und Frauchen.

Ein Kätzchen vom Züchter ist sehr wahrscheinlich schon an die Benutzung des Katzenklos gewöhnt. Natürlich kann es immer mal passieren, dass ein Katzenkind an einem anderen Ort pinkelt. Der Katzenurin sollte unverzüglich entfernt werden. Damit der Platz nicht erneut als Toilette genutzt wird, kann er mit für Katzen unangenehmen Gerüchen unattraktiv gemacht werden.

Eine Bauernhofkatze oder ein vernachlässigtes Tier aus dem Tierheim oder einem schlechten Zuhause verlangt von seinem Mensch viel Geduld und Verständnis. Bekommt sie diese und ausreichend Zeit zu verstehen, was von ihm verlangt wird, klappt die Nutzung des stillen Örtchens früher oder später ganz bestimmt. Ein deutliches „Nein“ wird auf Dauer die Wirkung ebenso wenig verfehlen, wie konsequentes ins Katzenstreu setzen, wenn das Kätzchen sein Geschäft erledigen möchte. Anschreien, schütteln oder schlagen sind absolut tabu!! Auch ist es eine Unsitte, das sensible Katzennäschen in die Pfütze zu stoßen. Ein Leckerchen als Belohnung, wenn alles wie gewünscht geklappt hat, ist dagegen erlaubt.

Katze plötzlich nicht mehr stubenrein?

Jede Katze ist von Geburt an ein reinliches Wesen und möchte ein sauberes Umfeld. Sie putzt sich gerne und nutzt, sobald sie verstanden hat, worum es geht, freiwillig ihr Katzenklo. Von ihrem Mensch wünscht sie sich, dass dieses stets sauber ist und ihre Hinterlassenschaften entfernt werden. Ist die Katzentoilette verdreckt, dann wird sich der Stubentiger selbst einen anderen Ort für sein Geschäft suchen. Pinkelt er plötzlich in Zimmerecken, aufs Sofa oder an andere Stellen im Haus, können jedoch ganz andere Ursachen dahinterstecken:

  • Eifersucht, weil ein neuer Partner/ eine neue Partnerin eingezogen ist und sie nicht mehr die ungeteilte Liebe ihres Menschen bekommt. Vielleicht gab es Familienzuwachs, ein Baby , welches alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.
  • Ungewohnte Unruhe im Haus, zum Beispiel wegen einer Renovation oder lautem Besuch, verstört das Tier.
  • Die Möbel wurden umgestellt oder sonst etwas so verändert, dass ungewohnt und für die Katze unangenehm ist.
  • Auch Katzen, die Angst haben können ihr Geschäft an den verschiedensten Plätzen im Wohnbereich machen.
  • Und nicht zuletzt könnte eine Krankheit dahinterstecken, wenn die Samtpfote plötzlich ihr Katzenklo nicht mehr nutzt.

Fazit

Es ist relativ einfach, eine Katze an die Katzentoilette zu gewöhnen. Bei Katzenkindern übernimmt die Katzenmama in den ersten Wochen die Erziehung. Später sind Herrchen oder Frauchen zuständig, die Voraussetzungen für Hygiene und ideale Bedingungen für ihren Liebling zu schaffen. Nutzt eine Katze plötzlich das Katzenklo nicht mehr, ist es wichtig, den Tierarzt aufzusuchen, wenn die oben genannten Ursachen ausgeschlossen werden können.

Bild von Alexa auf Pixabay

 

 

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