Hund frisst Pferdeäpfel – was tun?

Viele Hundehalter kennen es – man geht mit seinem Vierbeiner im Wald oder auf dem Feld spazieren und die Pferdeäpfel liegen herum. Viele Hunde reagieren sofort darauf und fressen die Äpfel sogar. Für den Vierbeiner scheinen die Pferdeäpfel besonders lecker zu sein. Für den Hundehalter selbst, ist es nicht nur ekelig, sondern auch beunruhigend. Schließlich ist es nicht besonders ungefährlich, wenn der eigene Vierbeiner Pferdeäpfel frisst. Warum das der Fall ist und wie man es dem Hund abtrainieren kann, möchten wir in diesem Artikel erklären.

Hund frisst Pferdeäpfel – wie gefährlich ist es?

Pferdeäpfel sind nicht besonders ungefährlich für den Vierbeiner, auch wenn dies auf den ersten Blick so scheint. Fangen wir damit an, dass der eigene Hund etwa drei oder viermal im Jahr eine Wurmkur braucht. Eine gute Alternative ist es, einfach Kotproben beim Tierarzt abzugeben und diesen untersuchen zu lassen. Pferde werden ebenfalls drei oder viermal im Jahr entwurmt. Im Gegensatz zum Hund, wiegen Pferde jedoch deutlich mehr, sodass die Inhaltsstoffe, die in dem Wurmmittel enthalten sind, viel höher dosiert sind, als der Hund es dürfte. Ist ein Pferd entwurmt worden, scheidet es natürlich den Kot aus. Auch die Wirkstoffe aus dem Entwurmungsmittel werden mit ausgeschieden. Insgesamt vier bis acht Tage bleibt der Wirkstoff in den Pferdeäpfeln enthalten.

Es kann also passieren, dass der Hund den Pferdeapfel frisst, in dem das Entwurmungsmittel enthalten ist. Im schlimmsten Fall kann es zu schwerwiegenden Vergiftungen beim Vierbeiner kommen. Besonders Hunde, die unter einem sogenannten MDR1-Defekt leiden, haben ein höheres Risiko eine starke Vergiftung zu bekommen. Hunde, die unter diesem Defekt leiden, haben, folgendes Problem: Die Blut-Hirn-Schranke eines Hundes sorgt dafür, dass alle enthaltenen Stoffe, die sich im Blut des Hundes befinden, nicht ins Gehirn gelangen können. Leidet der Hund unter dem MDR1-Defekt, ist dies nicht mehr der Fall. Alle Stoffe, die sich in der Blutbahn des Vierbeiners befinden, können somit auch ins Gehirn gelangen.

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Doch Vorsicht: Auch wenn der Hund nicht an einem Gendefekt leidet, kann es für ihn trotz alledem gefährlich werden, wenn er Pferdeäpfel frisst. Es ist daher sehr wichtig darauf zu achten, dass der Hund diese gar nicht erst aufnimmt. Sollte es trotzdem passiert sein, ist es von Vorteil, den Vierbeiner zu beobachten und darauf zu achten, dass keinerlei Komplikationen auftreten werden.

Doch warum fressen Hunde eigentlich Pferdeäpfel?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Hunde Pferdeäpfel fressen. Liegt beispielsweise eine Mangelernährung vor, fressen viele Hunde den Kot der Pferde, um genau diesen Mangel kompensieren zu wollen. Außerdem fressen viele Hunde, die ein besonders hohes Hungergefühl haben, Pferdeäpfel. Zudem kann es ein Grund sein, dass der Vierbeiner generell zu wenig Futter bekommt und er sich anderweitig auf die Nahrungssuche begibt. Eine gestörte Darmflora und eine einseitige Ernährung können ebenfalls ein Grund für dieses Verhalten sein.

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Hund das Pferdeäpfel fressen abgewöhnen – so geht’s

Mit einem gezielten und guten Training ist es relativ einfach, dem Hund abzugewöhnen, Pferdeäpfel zu fressen. Wichtig ist in erster Linie herauszufinden, warum der Vierbeiner die Pferdeäpfel frisst. Schließlich stecken in der Regel unterschiedliche Gründe dahinter. Egal, welcher Grund hinter einem solchen Verhalten steckt, man sollte dieses Verhalten abtrainieren. Wer sich nicht genau sicher ist, ob er das Training allein absolvieren kann, sollte unbedingt mit einem Hundetrainer sprechen.

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Der Hundehalter selbst sollte bei jedem Spaziergang genau beobachten, ob der Vierbeiner Pferdeäpfel frisst oder nicht. Sobald man welche auf dem Gehweg sieht, kann man schon mit dem Training beginnen. Sobald sich der Hund zu den Pferdeäpfeln bewegt, kann man mit einem lauten „Nein“ arbeiten. Bei vielen Hunden kommt es nicht einmal auf die Lautstärke des Signalwortes an, sondern vielmehr auf den Ton. Der Hund soll merken, dass er das nicht darf und dass der Halter böse wird, wenn er die Pferdeäpfel doch frisst. Geht der Hund nicht dahin und befolgt den Befehl, belohnt man ihn mit einem Leckerchen.

Es ist aber auch möglich, den Hund ins Fuß zu nehmen, wenn man Pferdeäpfel sieht. Dadurch lenkt man seinen Vierbeiner ab und führt ihn gezielt an den Pferdeäpfeln vorbei, sodass er gar keine Chance hat, diese aufzunehmen.

Je nachdem, wie gut der Hund erzogen ist und welche Bindung zwischen Hund und Halter herrscht, lassen sich diese Übungen im Alltag einfach umsetzen. Bei vielen Hunden dauert es nicht einmal lange, bis man dem Hund das Fressen von Pferdeäpfeln abgewöhnt hat.

Fazit: Das Fressen von Pferdeäpfeln kann gefährlich sein

Für den Vierbeiner kann das Fressen von Pferdeäpfeln gefährlich werden. Schließlich scheiden Pferde mit ihrem Kot auch unterschiedliche Medikamente oder Entwurmungsmittel aus, die der Vierbeiner dann durch das Fressen aufnimmt. Im schlimmsten Fall kann es zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen. Es ist daher wichtig, immer darauf zu achten, dass der Hund keine Pferdeäpfel aufnimmt. Sollte sich dieses Verhaltensmuster regelmäßig zeigen, ist auf ein gezieltes Training zu achten. Mit Geduld, Zeit und Training kann man ein solches Verhalten jedem Vierbeiner abtrainieren.

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Bild: © nullplus / stock.adobe.com

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Hajo Simons
Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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