Meine Katze ist rollig – Was kann ich tun?

Ihre Katze zeigt plötzlich ein komisches Verhalten? Bevor Sie sich Sorgen machen, sollten Sie klären, ob die Katze vielleicht nur rollig ist.
Sobald Katzen rollig sind, kann dies auch den Tieren viel Stress bereiten. Foto Zinkevych_D via Envato

Ihre Katze zeigt plötzlich ein komisches Verhalten, das Sie nicht deuten können? Bevor Sie sich übermäßig Sorgen machen, sollten Sie abklären, ob die Katze vielleicht einfach nur rollig geworden ist.

Doch was ist die Rolligkeit überhaupt? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte dazu und erhalten zudem hilfreiche Informationen zur Kastration.

Was ist Rolligkeit bei der Katze?

Die Rolligkeit bezeichnet bei Katzen den Zeitraum der Paarungsbereitschaft. Tritt sie erstmals bei einer Katze auf, kennzeichnet sie auch den Eintritt der Geschlechtsreife. Sie findet ab dann in regelmäßigen Abständen statt. Kommt es während der Rolligkeit zum Deckakt, findet hier auch der Follikelsprung statt.

Anzeichen von Rolligkeit

Mit circa 5 bis 8 Monaten beginnt die Rolligkeit bei Hauskatzen. Einige Rassen wie etwa Maine Coon Katzen werden jedoch erst später rollig, da diese Spätentwickler sind. Um die Rolligkeit zu erkennen, sollte man genau auf das Verhalten der Katze achten, denn dieses ändert sich mit Eintreten der Geschlechtsreife sehr deutlich. Folgende Anzeichen können auftreten bzw. sind zu beobachten:

  • Die Katze reibt sich an Gegenständen und an Personen.
  • Die Katze reagiert sehr empfindlich auf Berührung, vor allem ihr Hinterteil ist recht empfindsam.
  • Das Tier gibt Geräusche von sich, welche stark nach einer Taube klingen.
  • Sie befindet sich mit dem Körper auf dem Bauch und streckt Ihren Hintern nach oben, um Kater anzulocken. Dabei ist der Katzenschwanz stark zur Seite gerichtet.
  • Die Katze markiert plötzlich Gegenstände in der Wohnung.
  • Das Katzenklo riecht intensiver als es sonst üblich ist. Ursache sind Duftstoffe (Hormone) im Urin, um Katern ein Signal zu geben bzw. sie anzulocken.
  • Andere Tiere im Haushalt spielen verrückt (stark bei Hunden zu beobachten). Diese merken, dass mit der Katze etwas nicht stimmt.

Katze ist rollig – Was tun?

Viele Experten empfehlen, eine Katze zu kastrieren, die keinen Nachwuchs bekommen soll. So kann auch die gefürchtete Dauerrolligkeit verhindert werden. Um der rolligen Katze nicht zu schaden, sollten Sie schon früh einen Arzt aufsuchen und einen Termin vereinbaren, um die Kastration schnellstmöglich über die Bühne zu bringen. Sie können die Katze sogar schon vor der ersten Rolligkeit kastrieren lassen.

Achtung: Katzen, die aktuell rollig sind, sollten in diesem Zustand nicht kastriert werden, da die Durchblutung der Gebärmutter zu stark ist. Um Komplikationen bei einer Kastration zu vermeiden, muss man warten, bis das rollige Verhalten abgeklungen ist. Einige Katzen neigen jedoch dazu, dauerrollig zu werden.

Gute Tierärzte operieren rollige Katzen aus oben genannten Grund nicht. Es kann jedoch schwierig sein, einen passenden Termin zu finden, bei dem die Katze nicht rollig ist. Als akute Behandlung bei einer übermäßig rolligen Katze raten Tierärzte dazu, spezielle Arzneimittel zu verabreichen, welche die Rolligkeit abmildern. Eines davon ist z. B. Origanum vulgare D6, ein homöopathisches Präparat, das die Rolligkeit der Katze senken kann.

Katze sterilisieren bzw. kastrieren – Was ist zu beachten?

Generell gilt: Katzen werden in der Regel kastriert, da bei Sterilisation die Eileiter nur abgeklemmt werden. Bei der Kastration dagegen wird die komplette Gebärmutter entfernt.

Wann sollte ich meine Katze kastrieren lassen?

Die Kastration sollte dann erfolgen, wenn die Katze vollkommen ausgewachsen ist, was nach etwa 6 bis 9 Monaten der Fall sein wird. Da jede Katze unterschiedlich geschlechtsreif wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um genauere Informationen über den richtigen Zeitpunkt zu erhalten und um sicher zu gehen, dass die Katze sich körperlich ausreichend entwickelt hat.

Wird das Kätzchen vor Eintreten der ersten Rolligkeit kastriert, kann es vorkommen, dass durch Mangel an Hormonen die körperliche Entwicklung des Tieres in Mitleidenschaft gezogen wird.

Nicht kastrieren – Welche Nachteile gibt es?

Nicht kastrierte Katzen sind statistisch gesehen viel gefährdeter, von einem Auto überfahren zu werden als andere, da sie oft mehrere Kilometer am Tag herumstreunen. Nach der Kastration verlieren die meisten Katzen das Bedürfnis, herumzustreunen, und werden weniger durch andere Katzen bei Revierkämpfen verletzt.

Wenn eine Katze Ihren Trieb nicht ausleben kann, erleidet das Tier zudem viel Stress. Durch die Dauerrolligkeit kann bei Katzen eine Milchdrüsenentzündung auftreten. Da die Milchdrüsenentzündung eine zelluläre Entzündungsreaktion vom Körper der Katze ist, können Eiterherde entstehen, die wiederum dazu führen können, dass die Katze an Krebs erkrankt.

Was kostet eine Kastration?

Die Kosten einer Kastration hängen vom Geschlecht Ihrer Katze und von weiteren Faktoren ab. Einen guten Preis können Sie dadurch erzielen, wenn Sie mit Ihrem Tierarzt reden und Folgetermine für die Tätowierung oder Impfung vereinbaren.

Kater sind relativ günstig, was die Kastration betrifft. Dadurch, dass nur die Hoden des Katers entfernt werden, findet kein Komplizierter Eingriff statt. Ein Risiko für die Katze besteht jedoch immer. Tierärzte verlangen für die Kastration von Katern ca. 50 bis 70 Euro.

Die Preise für die Kastration von Katzen bewegt sich in den Bereich von 90 bis 150 Euro. Anders als beim Kater wird die Katze offen operiert, daher ist der Preisunterschied gerechtfertigt.

Fazit

Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Katze keine Nachkommen zeugen bzw. bekommen soll, sollten Sie diese kastrieren lassen. Damit vermeiden Sie eine für die Katze unangenehme Dauerrolligkeit und beugen gesundheitlichen Gefahren vor. Eine Kastration bei Katern und Katzen kann nahezu jeder Tierarzt vornehmen.

Foto: Zinkevych_D via Envato

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