Haubentaucher

Der Haubentaucher ist mit seinem langen Hals und seiner Federhaube auf dem Kopf gut zu erkennen.

Haubentaucher

Kaum größer als eine Ente ist der Haubentaucher. Er lebt bevorzugt an ungestörten Gewässern mit Schilfufer und ausreichendem Fischbestand.

Haubentaucher ernähren sich von tierischer Kost – Fische, Insekten, Amphibien und Schnecken. Sie sind gute Taucher und erbeuten ihre Nahrung vor allem unter Wasser. Dort bewegen sie sich mit angelegten Flügeln schwimmend vorwärts.

Haubentaucher ziehen im Herbst Richtung Süden oder Westen. Ab April kehren sie immer wieder in ihre gewohntes Brutgebiet zurück, wo die Balz beginnt. Es wird sich umworben und gegenseitig mit vom Grund hochgeholtem Nistmaterial beeindruckt. Für die Paarung bauen die Haubentaucher eine extra Plattform im Wasser.

Das Nest wird schwimmend im Gewässer gebaut. Dafür eigen sich Plätze zwischen Schilfhalmen besonders gut. Im Schilfrand haben die Altervögel außerdm die Möglichkeit , das Nest unbeobachtet anzuschwimmen. Dieses Nest reicht tief unter das Wasser und ist ein riesiges, stabiles Konstrukt aus abgestorbenen Pflanzenteilen.

Ab Mai beginnt die Brut. Es werden bis zu vier Eier gelegt, die etwa vier Wochen lang gebrütet werden. Das recht offene Nest ist sehr gefährdet und wird oft von Krähen, Möwen oder Rohrweihen ausgeräubert. Haubentaucher reagieren darauf mit einer Nachbrut. Beim Brüten wechseln sich die Elternvögel ab und einer von ihnen bewcht das Nest.

Die jungen Haubentaucher haben eine gestreifte Zeichnung und entwickeln sich schnell. Schon nach wenigen Wochen können sie fliegen. Anfangs sitzen die jungen Küken oft noch auf den Eltern und lassen sich so über das Wasser transportieren. Dabei kommt es auch mal vor, dass sie unter den Flügeln der erwachsenen Vögel mit nach unten tauchen.

Sie werden von den Eltern mit Insekten und kleinen Fischen gefüttert. Außerdem gibt es gelegentlich ausgerupfte Federn, die auch erwachsene Haubentaucher ab und zu fressen – eine Eigenart dieser Vogelart.

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