Was soll ich wie oft für den Hund kochen?

Es empfiehlt sich, nur jeden zweiten Tag Fleisch / Hirse / Kartoffen zu kochen, aber das Gemüse täglich. Den wertvollen Kochsud vom Fleisch kann man getrost mit verfüttern. Da er sich nicht gut aufbewahren lässt, kocht man das Fleisch in möglichst wenig Wasser und versucht, das Fleischkochwasser binnen 24 Stunden zu verfüttern. Vor allem Rind, aber auch Schwein (das immer gekocht werden muss) sind hochwertige Fleischsorten für den Hund.

Gegen eine Gebühr von ca. 25.- Euro kann man sich bei der Uni Hannover oder München oder anderen Instituten für Tierernährung ein Rezept für den eigenen Hund individuell zusammenstellen lassen. Dabei berücksichtigen die Ernährungsexperten Allergien, Krankheiten usw., wenn man die Vorgeschichte mitteilt. Wer dies nicht will, kann sich aber auch selbst durch das Lehrbuch v. Prof. Zentek/Meyer „Ernährung des Hundes“ durcharbeiten und mit Excel die Rationen berechnen. Es enthält auch div. Diäten für verschiedene Krankheitsfälle.

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Vorgehen bei allergischen und empfindlichen Hunden

Beim allergischen und empfindlichen Hund ist es am besten, wenn man jede neue Zutat in kleinsten Mengen langsam steigert, um den Hund wirklich sanft daran zu gewöhnen. Am 1. Tag einen halben Teelöffel, am Tag darauf 1 Teelöffel usw. Eine elektronische Küchenwaage mit 1 – 2 g Teilung ist hier ein wichtiger Helfer. Ist der Hund nach einigen Tagen oder Wochen daran gewöhnt, sollte man weitere drei Wochen nichts verändern und abwarten, ob sich nicht doch noch eine Unverträglichkeitsreaktion zeigt (das kann lange dauern). Erst nach drei Wochen Symptomfreiheit bei normaler Fütterungsmenge der neu in den Speiseplan aufgenommenen Substanz kann diese als verträglich angenommen werden. Dann sollten Sie es noch zwei Wochen so belassen, bevor ein neuer Fütterungsversuch mit der nächsten Substanz gestartet werden kann.

Problematisch ist die Zahnpflege bei vielen Hunden. Hier kann ein Kautschukball helfen, auf dem der Hund immer wieder kauen darf. Alternativ können Sie Ihrem Hund hin und wieder eine harte Möhre zum Knabbern anbieten, wenn der Darm gesund ist. Für darmgesunde Hunde empfehlen Tierärzte außerdem große harte Knochen vom Rind. Diese sollten jedoch zuvor abgekocht werden, denn der Hund soll nur dran nagen und nichts abbeißen können.

Dennoch ist das Füttern von Knochen bei Tierfreunden umstritten. Hintergrund sind die vielen Warnungen vor Verletzungen (der Zähne, des Verdauungsapparates) und sogar Todesfälle, die publik wurden. Oft resultieren diese allerdings aus der Unkenntnis und auch dem Leichtsinn der Hundehalter. Auf eine Alternative zu frischen Knochen müssen wir hier noch eingehen: das Knochenmehl. Allerdings ist Knochenmehl aber ein BSE-Risikostoff mit oft dubioser Herkunft, so dass besser künstliches Knochenmehl (z. B. CaPhoMag von Strolch) eingesetzt werden sollte.

Bild: ©glenkar/ stock.adobe.com

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