Interessantes über Holstein Rinder

Holstein Rinder zählen zu den wichtigsten Rinderrassen in Europa. Man findet die Nutztiere überall auf der Welt, auch in Amerika.
Holstein Rinder findet man auf der ganzen Welt. Foto icoSmit via Twenty20

Holstein Rinder zählen zu den wichtigsten Rinderrassen in Europa. In Deutschland gibt es verschiedene Mitgliedsverbände, die sich unter dem Fachverband der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter zusammengeschlossen haben.

Dazu zählen folgende wichtige Verbände:

  • Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen e.V.
  • Bundesverband Deutscher Fleischrinderzüchter und -halter e.V.
  • Deutscher Holstein Verband e.V.
  • Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.

Körperbau und Aussehen der Holstein Rinder

Es gibt sie in unterschiedlichen Farbrichtungen – zum Beispiel in Schwarz-Weiß oder auch Rot-Weiß, wobei das mehr einem braunen Farbton gleicht. Ihre Augen sind immerzu von einer pigmentierten Haut umgeben. Im Laufe der Züchtung der letzten Jahre wurde allerdings der Anteil mit weißen Hautbereichen an Kopf und Körper immer größer.

Ihr Körper ist lang und breit gebaut. Die Tiere verfügen über eine ausgeprägte Rumpftiefe. Dazu kommt aber ein recht feines Skelett, denn die Rinder haben neben äußerst feinen Gliedmaßen nur flache Knochen. Ihre Euter sind weiß, genauso wie auch ihre Schwanzspitzen üblicherweise eine weiße Färbung haben.

Komplett gefärbte Tiere mit wenigen Abzeichen gibt es bei dieser Rasse zwar, durch die verschiedenen Züchtungsformen kommen diese aber nur mehr selten vor. Je nach Zucht gibt es Tiere, die genetisch bedingt hornlos sind. Eigentlich hätten Holsteins aber Hörner.

So werden diese Nutztiere eingesetzt

Holstein Rinder werden als Nutztiere eigentlich in zwei Gattungen unterteilt. Man kennt hier die Holstein Friesian und die Red Holstein. Bei beiden handelt es sich um sogenannte Hochleistungskühe mit einem milchbetonten Typ. Das bedeutet, dass sie über sehr gut melkbare Euter verfügen, die eine hohe Tagesleistung über viele Laktationen hinweg aufweisen. Damit entsprechen sie den modernen Anforderungen der heute verbreiteten Melktechnik.

Holstein Rinder eignen sich für alle gängigen Haltungsformen. Da sie eine hohe Milchproduktion garantieren, gelten sie eigentlich als eine der beliebtesten Zuchtrinderrassen. Auch ihre hohe Anpassungsfähigkeit spricht sehr für sie.

Was versteht man unter Hochleistungskühen?

Diese Tiere bringen zwischen 600 und 700 kg Körpergewicht auf die Waage. Alterstechnisch werden sie zwischen sieben und acht Jahren alt. Sobald sie gebärfähig sind, bringen sie im Grunde jedes Jahr ein Kalb zur Welt.

Zuchtziele und Zuchtstandards der Holstein Rinder

Die Tiere müssen durch die hohen Anforderungen wirklich topfit sein. Daher setzt sich das Zuchtziel aus folgenden Werten zusammen:

  • 45 % Milchgabe
  • 40 % Fitness
  • 15 % Aussehen

Angestrebt werden eine stabile Gesundheit und die Möglichkeit, eine große Menge Grundfutter aufzunehmen. Vor allem die Aufnahmefähigkeit von Trockenmasse spielt dabei eine hohe Rolle, genauso wie eine gute Fruchtbarkeit. Anders könnten die Tiere ja gar nicht so häufig gebären.

In anderen Werten ist ein genetisches Leistungspotential von zehn Tonnen relevant. Die Milch soll 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Optimalfall beinhalten.

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Weltweite Zahlen

Auf der ganzen Welt gibt es zwischen 30 und 100 Millionen der Tiere. Alleine in Europa sind 15 Mio. verbreitet. Weltweit nimmt die Rasse Holstein damit den größten Anteil als Milchrasse ein.

Was sind Deutsche Holsteins?

In Deutschland sind die Holstein Rinder hauptsächlich als Deutsche Holsteins bekannt. Es sind dieselben Tiere wie bereits beschrieben.

Das Leben der Jungrinder

Holstein Jungrinder erhalten viel Weidegang und Grundfutter. So wird gewährleistet, dass sie täglich an Gewicht zulegen können. Als Grundlage für die Besamung der Färsen wird nicht das Alter herangezogen, sondern die körperliche Entwicklung. Jungtiere mit einem Alter von 25 bis 28 Monate gelten als sehr positiv für die Entwicklung der Kuh und ihrer späteren Milchleistung.

Deutsche Rinder legen hohe Qualitätsmaßstäbe vor

Es ist nicht unüblich, dass viele Herdbuchrinder in die ganze Welt exportiert werden. Tatsächlich sind es jedes Jahr mehrere zehntausend Tiere, die in über 35 Länder exportiert werden. Sogar das Sperma der deutschen Bullen ist weltweit gefragt. Genauso wie Embryonen aus Kuhfamilien, die im deutschen Raum als bewährt gelten.

Aktuellen Zahlen zufolge gehen sogar 90 % der gesamten Milchproduktionsbestände auf Kühe dieser Rasse zurück. Das hängt natürlich unmittelbar damit zusammen, dass die Tiere die höchste Milchleistungsveranlagung bieten. Übrigens dienen Holstein Rinder nicht nur zur Reinzucht, sondern werden auch als Kreuzungspartner für andere Kuhrassen herangezogen.

Wie die Holstein Rinder nach Deutschland gekommen sind

Ursprünglich kommen die Rinder ja sogar aus dem zentraleuropäischen Raum und waren auch in Deutschland weit verbreitet. Verschiedenen Quellen zufolge stammen die Holsteinkühe aus den Tiefländern rund um die Nord- und Ostsee.

Um das Jahr 1875 herum gelangten die Tiere durch deutsche Auswanderer auf den amerikanischen Kontinent und von dort aus nach Nordamerika. Bereits damals begann man dann damit, den züchterischen Schwerpunkt auf die Milchproduktion zu legen.

Aus der damals noch als Zweinutzungsrasse bekannten Schwarzbunte wurde schließlich die spezialisierte Holstein-Milchrasse. In den Jahren um 1970 kam es dann zu einem Rückimport selbiger nach Europa. Hier wurde sie mit europäischen Schwarzbunten gekreuzt, wodurch die originalen Schwarz- und Rotbuntrinder beinahe komplett verdrängt worden sind. Als Wildtiere sind diese Rinder nicht verbreitet.

Holstein Rinder findet man auf der ganzen Welt. Foto: icoSmit via Twenty20

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