Bobtail: Steckbrief, Haltung & Erziehung

Der Bobtail wird der Kategorie Hüte- und Treibhund zugeordnet und besticht durch sein langes Haarkleid. Typisch war für den ehemaligen Hirtenhund ein mittellanges Fell. Dieses war ausreichend, um bei schlechtem und nassem Wetter die Arbeit draußen zu verrichten und vor Wölfen zu schützen. Mittlerweile wird der Bobtail mit einem langen Fellkleid gezüchtet. Häufig werden die vorderen Haare nach hinten gebunden, damit der Hund überhaupt sehen kann.

Steckbrief: Bobtail

  • Ursprung: Großbritannien
  • Größe: Hündinnen zwischen 51 – 56 cm; Rüden zwischen 56 – 61 cm
  • Gewicht: zwischen 30 und 40 kg
  • Lebenserwartung: 12 bis 13 Jahre
  • Fell: langes, grau-blaues Fell
  • Charakter: treu, anhänglich, stur, ruhig und zuverlässig
  • Verwendung: Hütehund, Familienhund

Die Herkunft des Bobtails

Die genaue Geschichte der Hunderasse ist bislang noch unbekannt. Hundeexperten sagen, dass es sich um eine Kreuzung aus den Hunderassen Owtscharkas, kaukasischer Schäferhund und bergamasker Hirtenhund handelt. In der Bobtail-Zucht lag der Fokus auf den charakterlichen Zügen der Hunderasse. Das Aussehen war in der Regel völlig egal. Das ist mit ein Grund, warum der Bobtail eher wild und vor allem robust aussieht.

Bekannt war die Hunderasse damals unter dem Namen „altenglischer Schäferhund“. Aufgrund seines Namens ist seine Herkunft auf Großbritannien zurückzuführen. Erst im Jahr 1963 erkannte die FCI die Hunderasse an und stufte sie in die Gruppe 1 der Herdengebrauchshunde ein. Die ersten Rassestandards wurden erst im Jahr 2010 festgeschrieben.

Damals war der Bobtail, der als Old English Sheepdog bekannt war, ein reiner Arbeitshund. Sein ausgezeichneten Hüte- und Treibfähigkeiten und seine besonders robuste Gesundheit waren ideal geeignet. Mittlerweile ist der Bobtail als Familienhund bekannt.

Der Charakter des Bobtails

Freundlich und charmant wird das Wesen des Bobtails beschrieben. Die englische Hunderasse war schon damals für das besonders offene und vor allem auch sonnige Wesen bekannt, was ihn als Familienhund beliebt macht. Aufgrund seines Aussehens wirkt es, als würde der Bobtail dauerhaft lächeln. Er bleibt stets im Umkreis seiner Familie, ist wachsam und vor allem aufmerksam.
Bobtails zeigen in ihren Charakterzügen keinerlei Aggressionen. Trotz alledem handelt es sich um eine Hunderasse, die in der Lage ist, das eigene Rudel zu beschützen. Nicht zu vergessen ist das Territorialverhalten, welches bei dieser Hunderasse etwas stärker ausgeprägt ist, als bei anderen.

Als Familienhund behütet der Bobtail seine Mitmenschen. Sein großer Spieltrieb und seine Liebe zu Kindern gehört ebenfalls mit dazu. Grundsätzlich handelt es sich bei dieser Rasse um einen Hund mit ausgeglichenem Charakter, der anpassungsfähig, treu und zuverlässig ist.

Bobtail: Die Ernährung

In der Ernährung sind Bobtails völlig unkompliziert, sodass nicht besonders viel zu beachten ist. Wie bei anderen Hunderassen auch, sollte auf ein hochwertiges Futter geachtet werden, welches individuell auf den Hund abgestimmt wird. Eine Ernährung mit ausreichend Proteinen ist empfehlenswert. Durch diese kann der Bobtail ideal versorgt werden. Wer seinen Bobtail Barfen möchte, macht ebenfalls nichts falsch. Zu beachten ist, dass diese Hunderasse einen eher empfindlichen Magen hat. Es ist daher wichtig, dass man ihn nach dem Fressen nicht besonders viel fördert, sondern Ruhe trainiert.

Erziehung des Bobtails

Der Bobtail gehört zu den Hunderassen, die lernwillig sind und dementsprechend leichter zu erziehen als andere. Gelegentlich kann jedoch ihr Dickkopf hervorkommen, was die Erziehung etwas schwieriger scheinen lässt. Grundsätzlich handelt es sich um einen Vierbeiner, der die beiden Charaktereigenschaften ruhig und temperamentvoll mitbringt.

Wichtig für diese Hunderasse ist ausreichend Beschäftigung. Bekommt er diese nicht, kann er sich auch mal anderweitig auspowern und sucht dementsprechend eine Ersatzbeschäftigung.

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In der Regel lassen sich Bobtails relativ gut erziehen. Konsequenz gehört, wie bei vielen anderen Hunderassen auch, jedoch dazu. Wer seinem Bobtail einen Befehl gibt, sollte nicht davon ausgehen, dass dieser innerhalb von einer Sekunde ausgeführt wird. Trotz alledem handelt es sich um einen offenen und ehrlichen Vierbeiner, der gerne mit seiner Familie zusammenlebt und eine sehr enge Bindung aufbaut.

 

Fazit: Markante Erscheinung und ruhiges Wesen

Wer sich für einen Bobtail als Familienhund entscheidet, macht in der Regel nichts falsch. Aufgrund seines ruhigen und tollen Wesens liebt er es in der Familie zu leben. Allerdings darf man bei dieser Hunderasse nicht vergessen, dass sie eine sehr aufwendige Fellpflege benötigt. Mindestens einmal, am besten zweimal am Tag sollte der Bobtail gebürstet werden. Auch das Trimmen des Fells oder das Entfernen von Schmutz gehören ebenfalls mit dazu. Der Besuch bei einem Hundefriseur sollte in regelmäßigen Abständen eingeplant werden.

Für Anfänger ist die Hunderasse eher ungeeignet. Bobtail-Interessierte sollten schon eine gewisse Vorerfahrung mitbringen oder sich an einen kompetenten Hundetrainer wenden, der die Familie mit Hund von Beginn an begleitet und ihnen zeigen kann, worauf bei der Erziehung zu achten ist. Ebenso sinnvoll ist es, einen eigenen Garten oder ein großes Grundstück zu besitzen, damit der Hund ausreichend Auslauf und Platz hat. Bekommt er ausreichend Auslauf, kann der Bobtail auch in der Wohnung leben. Vorteilhaft ist, dass diese Hunderasse sich nicht nur als reiner Familienhund eignet, sondern auch als Begleithund.

Foto: ©calmane/ stock adobe

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